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Katschberg Rennweg

Bevor die Tauern-Autobahn in den Katschbergtunnel verschwindet, können Autofahrer noch einen kurzen Blick auf die sanften Hügel von Aineck und Tschaneck erhaschen. Dann folgen 5,5 Kilometer Zeit in der dunklen Röhre - in der eine Entscheidung fallen muss: Weiter auf der Autobahn bleiben oder bei Rennweg runter von der A10 und hinauf zum verträumt gelegenen Hoteldorf Katschberghöhe mit seinen 60 Pistenkilometern? Die können Urlauber übrigens auch vom Lungau aus erreichen, in
St. Margarethen besteht eine weitere Zugangsmöglichkeit.

Neu in Topschiregion Katschberg-Aineck:

2017/2918

„Silverjet I“ schließt Lücke aufs Aineck!

13 Jahre nachdem Familie Bogensperger die Lifte von St. Margarethen auf der Salzburger Seite des Katschberg zum Gipfel des Aineck übernommen hat, werden mit der kommenden Skisaison alle alten Sessel- bzw. Schlepplifte durch moderne Kabinenseilbahnen ersetzt sein. Baubeginn für den letzten Bauabschnitt „Silverjet I“, eine Kabinenbahn für 8 Personen vom Tal bis zur Mittelsektion, ist der 9. April; die Fertigstellung wird rechtzeitig zum Saisonstart 2018/2019 erfolgen.


Der alte Sessellift von St. Margarethen zum „Silverjet II“ (Baujahr 2011) stellt das letzte Nadelöhr auf der Salzburger Seite des Katschberg dar. Aber auch dieses wird mit der Saison 2018/2019 der Vergangenheit angehören, und Wartezeiten dürfte es bei der Talstation in St. Margarethen dann wohl keine mehr geben, wie folgende Zahlen eindrucksvoll belegen: Während der alte Doppelsessellift 1.400 Skifahrer pro Stunde befördern konnte, sind es bei der neuen 8er Kabinenseilbahn 2.600 Personen. Auch das Lifttempo wird gegenüber dem Sessellift aus dem Jahr 1996 gewaltig erhöht werden. Die Fahrtzeit reduziert sich von 10 Minuten auf die Hälfte. Hergestellt werden Lift und Panoramakabinen (wiederum) von der österreichischen Firma Doppelmayr.


Neuer Kassenbereich. Bei der Talstation inklusive Kassenbereich bleibt ebenfalls kein Stein auf dem anderen. Eine Besonderheit stellt die Selbstbedienungszone dar, in der die zu Hause online bestellten Tickets bequem auszudrucken sind. Im Zuge des online-Kaufs erhält man einen QR-Code aufs Handy geschickt, der vom Lesegerät des Automaten bei der Talstation erkannt wird. Sofort werden dann die Karten ausgedruckt. Wer dennoch die persönliche Betreuung durch Mitarbeiter aus Fleisch und Blut bevorzugt, kann sich an einen der vier Kassenschalter wenden.


Nie mehr Ski schleppen! Neu ist zudem das ins Erdgeschoß der Talstation integrierte Skidepot mit 2er- bzw. 4er-Schränken, in denen je 2 Paar bzw. 4 Paar Schuhe und Ski sicher verwahrt werden können. Die Kästen sind zudem beheizt, sodass man beim nächsten Skiausflug in trockene und warme Skischuhe steigen kann. Von dem 450 m2 großen Depot gelangt man direkt in den Sportshop von Sport Rest; es könnte ja immerhin sein, dass irgendein wichtiges Ski-Accessoire zu Hause vergessen wurde. Oder aber man seine Skier nochmal perfekt auf die Pistenbedingungen einstellen lassen möchte. Ein professionelles Skiservice dauert fünf Minuten, währenddessen geht sich in der angeschlossenen Sportsbar ein Espresso oder frischer Fruchtsaft aus.






Zweigeschoßig. Einmalig dürften wohl die Rolltreppe sowie der Großraumaufzug vom Erdgeschoß (Kassenbereich, WC-Anlagen, Skidepot und Sportschau) zur Seilbahn im ersten Stock sein. Wer hingegen von der Piste kommt, fährt direkt „in“ den ersten Stock und damit zur Einstiegstelle des „Silverjet I“.

„Silverjet I“ im Telegrammstil: 60 moderne Kabinen für je 8 Personen - Fahrzeit 5 Minuten - 2600 Personen pro Stunde - Fahrgeschwindigkeit 6 m/s - Länge 1672 Meter - Höhenunterschied 480 Meter







































Das Aineck im „3. Jahrtausend“

Im Jahr 2006 erwarb Familie Bogensperger, der zu diesem Zeitpunkt bereits die Lifte auf der Kärntner Seite des Katschberg gehörten, die Ainecklifte und erarbeitete einen Masterplan, der auf den Eckpfeilern „Schneesicherheit, Erneuerung der Liftanlagen und Erweiterung der Pistenflächen“ basierte. Mit anderen Worten: Es galt, die veralteten Liftanlagen auf den Stand der Technik zu bringen, ein Beschneiungssystem zu installieren und die teilweise viel zu schmalen Pisten dem geänderten (Carving-)Fahrverhalten anzupassen. Dass all diese Vorhaben nicht von einer auf die andere Saison sondern schrittweise durchgeführt werden mussten, war klar.


2007 - 2013. 2007 begann man in einem ersten Schritt mit der Errichtung der A1, einer völlig neuen Talbabfahrt, die als eines der Highlights am ganzen Berg gilt. Im Zuge dessen wurde auch für die Vollbeschneiung der Piste gesorgt. Bei der Erneuerung der Liftanlagen entschied man sich für eine Vorgangsweise in drei Etappen: 2009 erfolgte der Bau der dritten Sektion zum Berggipfel, mit der man den Skifahrern zwei recht langsame (und vor allem dem Wind ausgesetzte) Schlepplifte ersparte. Außerdem wurden die Pisten im Bereich des Gipfels mit Schneelanzen versehen, wodurch das Aineck auch auf der Salzburger Seite mit dem Prädikat „Schneesicherheit garantiert“ versehen werden konnte. Ebenfalls hinzugekommen ist eine superbreite Piste mit dem klingenden Namen „Snowbowl“, die aufgrund ihrer Breite von bis zu 100 Metern Carver und Snowboarder gleichermaßen in Verzückung versetzt. 2011 ersetzte man die „2. Sektion“ durch den „Silverjet II“, der vom Ausstieg des bisherigen Doppelsessellifts zur Gipfelbahn auf 2000 Meter Seehöhe führt. Ab diesem Zeitpunkt war der Aufstieg zum Aineck von der Salzburger Seite erstmals ohne die Benutzung von Schleppliften möglich, wobei man letztere als Anfängerlifte in Betrieb gelassen hat. Zwei Jahre später wurde die Errichtung des Speichersees am Aineck in Angriff genommen, der 165.000 m3 fasst - das entspricht 36.000 Tankwagenladungen. Bauzeit: zwei Jahre.


Masterplan ausgeführt. Was 2006 mit einem Kauf und einem ehrgeizigen Masterplan begonnen hat, soll also nun - 12 Jahre später - im November 2018 mit der Fertigstellung des „Silverjet I“ von der Talstation hinauf zum „Silverjet II“ seinen krönenden Abschluss finden. Aber wie man Familie Bogensperger kennt, harrt in irgendeiner Schreibtischschublade wohl längst ein weiterer Masterplan seiner Realisierung.






Infos: Bergbahnen Katschberg, Josef Bogensperger jun., A-9863 Katschberg, Tel.: +43/4734/83888, Mobil: +43/664/3339173, e-mail: office@katschi.at , internet: www.katschi.at

Snowboard

Topschiregion Katschberg-Aineck: Funpark mit Halfpipe, Pro-Jump und Slide im Bereich der Talstation der Aineckbahn im Gebiet Katschberg-Aineck.

Rodeln

Katschberghöhe: Katschberg, Start Gamskogelhütte 1,5 km, Rodelabende: Dienstag und Samstag 17-22 Uhr.

Bildergalerie

Bewertung

  • Schneesicherheit
  • Genussfahrer
  • Familien
  • Nordic Fitness
  • Après-Ski
  • Könner
  • Preis

Pistenverteilung Schwierigkeitsgrad

  • 41% leicht
  • 47% mittel
  • 12% schwer

Höhenprofil

Höhenprofil 2220 m 1065 m
In Zusammenarbeit mit schneeundmehr.de, schneezeiten.de, SRT Verlag, skiresort.de (Pistenzustände).



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